Die unendliche Ideensuche +
Der deutsche Twitter-Nicht-Hype

Im Moment bin ich Mal wieder auf Ideensuche für ein neues Projekt. Etwas nützliches, sinnvolles und innovatives, soll es sein, dass es bisher noch nicht in der Art da draußen in den Weiten des world wide web gibt. So ist es auch kein Wunder, dass sich die Suche recht schwierig gestaltet. Schließlich gibt es ja für jegliche erdenkbare Anwendung schon mehr oder minder erfolgreiche Umsetzungen, Magazine und Communities.

Für mich eines genialsten Projekte, die in letzter Zeit das Licht der Welt erblickten, ist twitter.com. Ähnlich den unterdessen sehr beliebten RSS-Feeds, mit denen man mühelos Updates auf einer Vielzahl von Internetseiten verfolgen kann, bleibt man mit Twitter im Freundeskreis live auf dem neusten Stand.

Abonniert werden können hier kurze Nachrichten mit bis zu 140 Zeichen (sogenannte Tweets) in denen die Benutzer beschreiben, was sie denn gerade so machen, denken, hören, schauen, … Zahlreiche Programme und Browsererweiterungen, die mittlerweile rund um Twitter entstanden sind, ermöglichen außerdem ein zeitnahes Verfolgen der Updates.

Das besondere an Twitter als Web 2.0-App ist hierbei jedoch, dass sie nicht nur eine rein virtuelle sondern auch reale Bedeutung hat: Statt lediglich dabei zu Helfen den Überschwall an Informationen und Sehenswertem aus dem Internet zusammenzutragen, geordnet zwischenzuspeichern und portioniert wiederzugeben, schafft es Twitter über die Grenzen des Internets hinaus unmittelbar in das Leben der Benutzer hineinzuwirken und so z.B. mit alten Freunden in Kontakt zu bleiben.

Twitter schließt außerdem die »Lücke« zwischen real life und instant messaging. Dank entsprechend angepassten Webseiten bzw. Programmen für Handys, Blackberrys oder das iPhone kann man so z.B. die Zeit in der Warteschlange zur Supermarktkasse nutzen, um die Tweets der Freunde zu lesen oder schnell selbst einen Tweet abzusetzen. Nicht zuletzt deshalb wird Twitter derzeit als die nächste »Killerapp« des Web 2.0 gehandelt.

In Deutschland ist das jedoch noch nicht richtig angekommen. Zumindest kannte in meiner näheren Umgebung niemand auch nur Ansatzweise das Projekt. Der deutsche Twitter-Hype scheint also zunächst auszubleiben. Dies könnte u.a. daran liegen, dass Twitter bisher nur Englisch und Japanisch spricht. Alles weitere bleibt abzuwarten …

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